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Marseilles und kein Sprit im Tank

Nach dem gestrigen entspannten Tag in Aix du Provence der nur dem Relaxen gewidmet war, wollten wir nun problemlos nach Marseille fahren. Nach verpasster Ausfahrt, erlebten wir jedoch eine Odyssee durch viele Windungen und Nebenstraßen.

Plötzlich fanden wir uns zwischen den Terrassenstühlen wieder und machten eine spektakuläre Abfahrt direkt ins Parkhaus. Das war ein Erlebnis für sich! Aber ok, wir hatten das Auto abgestellt. Was sollte noch passieren???

Um einen besseren Überblick über Marseille zu bekommen, entschieden wir uns, einen Hopp-on-Hopp-off-Bus über GetYourGuide zu buchen. Bei schlappen 31 Grad Celsius saßen wir also gemütlich auf dem Oberdeck und genossen die angenehme Brise. Wir dachten uns: "Alles richtig gemacht!" Denn es war offensichtlich, dass wir all die Sehenswürdigkeiten, die wir an einem Tag niemals zu Fuß hätten erreichen können, bequem vom Bus aus bestaunen konnten. Dazu zählen auf jeden Fall:

  1. Basilika Notre-Dame de la Garde

  2. Vieux Port (Alter Hafen)

  3. MuCEM (Museum für europäische und mediterrane Zivilisationen)

Als wir uns dann rund um den Hafen von Marseille umschauten, entdeckten wir unzählige Restaurants, Cafés und Bars. Doch dann kam die bittere Erkenntnis: Von französischer Küche war kaum noch etwas zu finden. Stattdessen beherrschten Pizza, Nudeln und andere internationale Gerichte die Speisekarten. Wir konnten es kaum fassen! Hier waren wir in Frankreich, dem Land der feinen Küche, und alles, was wir finden konnten, waren Pizzen in allen Variationen. Es schien, als hätten die Franzosen beschlossen, eine kulinarische Pause einzulegen und ihren Geschmackshorizont zu erweitern. Aber hey, man muss den Mut haben, auch mal außerhalb der eigenen Küche zu experimentieren, oder? Wir haben es jedenfalls mit Humor genommen und uns auf die Suche nach einer authentischen Baguette-Pizza gemacht.

Unser absolutes Highlight: wir hatten eine Minikreuzfahrt mit Abendessen in den Sonnenuntergang gebucht. Ihr kennt das sicher, ein wenig "Romantik" soll schließlich dabei sein. Nun ja, die Fahrt auf dem Katamaran war schon toll, der Sonnenuntergang auch. Vor allem aber die Fahrt zurück auf ein Marseilles im Lichtermeer war grandios.

Als der wundervolle Tag langsam zu Ende ging, war es Zeit, unser Auto abzuholen. Zum Glück verlief das reibungslos und es gab weder einen Einbruch noch Probleme mit unserem Ticket. Aber dann kam der Moment der Wahrheit auf der Autobahn zurück nach Aix-du-Provence: Mein Mann hatte beschlossen nicht zu tanken. Es kam, wie es kommen musste. Wir standen im Stau und unsere Anzeige näherte sich gegen Null, Zero, Ende Gelände. Auf Grund der Sperrung der Autobahn wurde alles auf eine Spur und dann in die Stadt gelenkt. Unser Adrenalinspiegel war hoch, sehr hoch. Selbst verschuldet, so etwas von! Buchstäblich in letzter Sekunde entdeckte ich eine Tankstelle. Dann fingen wir erstmal an zu lachen, denn wir haben uns beide im Auto übernachten gesehen. 1,3km vor unserer Unterkunft. Fazit: Wir fahren nicht mehr mit fast leerem Tank, auch wenn es nur 30km Entfernung ist. Man weiss ja nie, was kommt!

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2 Comments

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martina.szillat
martina.szillat
Jun 16, 2023

Oh, da habt ihr aber Glück gehabt. Ich habe beim Lesen mit geschwitzt. Weiter viel Spaß


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Ich sags dir! Es war abenteuerlich!

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