Magdala

Der Ort Magdala,

ist eine Landstadt im mittleren Thüringen zwischen den Städten Jena im Osten und Weimar im Westen. Magdala liegt im Magdalaer Graben. Entlang dieses Grabens erstreckt sich von Süden nach Nordwesten das Tal der Magdel, eines Nebenflusses der Ilm. Magdala wurde im Jahr 874 erstmals als Madaha urkundlich erwähnt. Die Gebrüder Alexander und Dietrich von Magdala waren Vasallen der Grafen von Orlamünde und saßen in der Wasserburg Magdala. Die Burg lag an der Nordostecke der Altstadt in der Niederung der Magdel. Um 1284 erhielt der Ort durch die Grafen von Orlamünde Stadtrecht. Erst 1445 übten die Wettiner die Lehenshoheit aus.

1450 wurde die Stadt teilweise und 1452 die Burg im Sächsischen Bruderkrieg zerstört. Heute sind nur noch Mauerreste und der umlaufende Graben vorhanden. Nach den Zerstörungen im Sächsischen Bruderkrieg verlor die Stadt an Bedeutung.Das Rathaus, ein Wahrzeichen der Stadt, stammt aus dem Jahr 1571. Die Jahreszahl ist über dem ehemaligen Eingangsportal im Renaissancestil eingemeißelt. Der zweigeschossige Bau ist von einem Turmaufbau auf dem Dach bekrönt. An der Westseite ist ein stiltypisches Portal erhalten, über dem ein Wappenstein eingelassen ist. Im Jahre 1849 brannten das Rathaus und Teile der Innenstadt ab. Die starken Rathausmauern blieben jedoch stehen und geben dem 1850 errichteten Neubau sein heutiges Aussehen.

Magdala verfügt über eine kleine, unregelmäßig angelegte Altstadt, was gegen eine planmäßige Stadtgründung spricht. In der Mitte liegt der kleine Marktplatz, auf dem das Rathaus steht. Etwas abseits des Markts auf einem Hügel am Stadtrand steht die evangelische Stadtkirche St. Johannis (Magdala) Es ist eine Hallenkirche mit barocker, für Thüringen typischer Turmhaube. Nördlich der Altstadt im Magdeltal stand die Burg von Magdala, von der Grundmauern und ein Wassergraben erhalten sind. Das Gelände um die Kalksteingrotte ist das älteste Naherholungsgebiet von Magdala. Diese Umgebung lädt zu Wanderungen oder Radausflüge ein.